Grasveredelung
Das Gras für den Biowertprozess wird von den Landwirten aus der Region angebaut, geerntet und in großen Fahrsilos auf der Anlage haltbar gemacht. Dadurch ist eine ganzjährige Produktion gewährleistet. Nach der Entnahme aus den Silos gelangt die Silage über Fördereinrichtungen in die Produktionshalle. Zunächst werden kleine Steine und andere Fremdstoffe vom Gras getrennt.
Grasaufschluss
Das gereinigte Gras wird mechanisch unter Einsatz von warmem Prozesswasser in seine Bestandteile aufgetrennt. Das Prozesswasser wird vollständig aus der Biogasanlage bezogen und erhitzt. Es werden keine chemischen Zusätze verwendet. Die fein zerfaserte Cellulose wird mit speziellen und eigens entwickelten Pressen von der Flüssigkeit abgetrennt. Durch das mehrstufige Verfahren wird die Cellulose hoch aufgereinigt.
Trocknungsprozess
Die Cellulosefasern werden schonend getrocknet. Der von BIOWERT entwickelte zweistufige Trocknungsprozess erhält die Geschmeidigkeit der Cellulosefasern.
Dieser Trocknungsprozess ist entscheidend zur Erhaltung der natürlichen Eigenschaften der Cellulosefasern und für die Qualität der BIOWERT Produkte.
Kreislaufprozess
Die restlichen organischen Stoffe aus der Graspflanze werden vom Prozesswasser aufgenommen. Diese «Grasgülle» wird direkt in die Biogasanlage geleitet und zu Biogas und in der Folge zu Strom konvertiert. Im Gegenzug bezieht die Grasveredelungsanlage das dem Gärrest entzogene Prozesswasser aus der Biogasanlage.
Wärmenutzung
Die im Prozess benötigte Wärme für Prozesswasser und Fasertrocknung wird von der Biogasanlage geliefert. Das gemeinsame Energiesystem der beiden Anlagen ermöglicht die vollständige Verwertung der anfallenden Wärme.
Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit durch:
- Kreislaufführung von Wasser und «Grasgülle»
- Kein Verbrauch von Trinkwasser
- Hocheffiziente Nutzung von Restwärme
- Minimale Logistikaufwendungen
- Minimaler Verbrauch von fossilen Energieträgern